Tanzpädagogik-Fortbildung Dancing Arts

Konzept & Struktur

Die Freude am Tanzen, die eigenen (Lebens-) gefühle im Tanz auszudrücken und die entsprechenden Ausdrucksformen dafür zu finden, ist ein wesentliches Anliegen der Fortbildung. Denn nur auf der Basis der eigenen Erfahrung ist es möglich, tanzpädagogisch wirkungsvoll mit verschiedenen Zielgruppen zu arbeiten.

Gerade in Zeiten der Entfremdung vom eigenen Körper z. B. durch übertriebene Ideale oder einen bewegungsarmen Alltag sind den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Tanz in pädagogischen oder sozialen Arbeitsfeldern kaum Grenzen gesetzt. Tanzen fördert das Vertrauen in die sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit und kann Begrenzungen im körpersprachlichen Ausdruck erweitern.

„Dancing Arts" wendet sich an all diejenigen, die sich intensiver mit Tanz, Theater, Bewegung und Körpererfahrung beschäftigen wollen.

Wenn Sie die Inhalte oder die Dozentin der Fortbildung vor Fortbildungsbeginn kennenlernen möchten, empfehlen wir den Besuch einer Einführung. Nächste Einführung: für November 2019 geplant.

Die nächste Fortbildung beginnt am 10. – 11. März 2018. Ein Einstieg ist noch möglich. Hier zur Anmeldung.
Die Anmeldung für die weiteren Wochenenden der Fortbildung ist erst im Anschluss an das erste Wochenende nötig.

Sollte Beides schon vorbei sein, können Sie Wahlseminare belegen, die für die folgende Fortbildung anerkannt werden. Eine gute Gelegenheit, Teilnehmende der laufenden Fortbildung persönlich kennenzulernen.

Aufbau der Fortbildung

• Sieben Grundseminare in einer festen Lerngruppe - verteilt auf eineinhalb Jahre (Leitung Dirk David).
Die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten zu improvisieren und schöpferische Momente zu erkennen und zu nutzen bilden den Kern der Grundseminare. Wesentlicher Bestandteil ist auch das gegenseitige Beobachten. Die Teilnehmer*innen lernen das gesehene Tanzgeschehen in Worte zu fassen und zu reflektieren. Die Teilnehmer*innen lernen ihre persönlichen Möglichkeiten im tänzerischen Ausdruck zu erweitern, als auch diese Möglichkeiten bei anderen zu erkennen und zu fördern.

• Die Wahlseminare
Aus den Wahlseminaren, wie Rhythmus, Bewegungsanalyse, Tanz mit Kindern, Tanztheater, Pantomime, Tanz mit Menschen mit Behinderung, Choreographie, u.a. wählen die Teilnehmer*innen mindestens fünf Seminare aus. Die Wahlseminare ergänzen das Programm der Grundseminare um spezifische tänzerische Aspekte. Die Teilnehmer*innen stellen sich Ihr Wahlprogramm entsprechend ihrer individuellen Interessenslage zusammen.
Sie können bereits vor Fortbildungsbeginn an den laufenden Wahlseminaren teilnehmen. Diese werden dann bei der kommenden Fortbildung anerkannt.
In begründeten Ausnahmefällen können auch weniger Wahlseminare belegt werden oder gegen andere Seminare aus dem TuT-Programm getauscht werden.

Erste Termine und alle Wahlseminare von Dancing Arts im Überblick

Abschluss
Die Teilnehmer*innen erhalten ein Abschluss-Zertifikat, das Umfang und Fortbildungsinhalte detailliert beschreibt. Der Umfang der Fortbildung mit 12 Wochenenden orientiert sich an den Anforderungen an Lehrer*innen in Niedersachsen im Bereich Theaterpädagogik. Für Tanzpädagogik gibt es derzeit noch keine formalen Anforderungen.
TuT ist Mitglied im Bundesverband Theaterpädagogik e.V. (BuT) und anerkanntes Fortbildungsinstitut.

Aufbau der Grundseminare

1 Kontakt, Vertrauen, Kommunikation
Diese drei Begriffe werden uns sicher nicht nur an diesem Wochenende begleiten. Sie sind grundlegend für jede Form der Gruppenarbeit. In der Tanzimprovisation werden sie sinnlich erfahrbar.

2 Tanz der Sinne
Mit Tanzen verbinden die meisten Menschen unwillkürlich Bewegung nach Musik. Keine Angst, wir werden auch nach Musik tanzen, aber muss Stille Stillstand bedeuten?
Wie unsere Sinne zu mehr „Sinn" (Sinnlichkeit, Sinnhaftigkeit) beim Tanzen führen, ist Thema dieses Wochenendes. Entdecken wir die Sinne!

3 Zeit
Hektik, Stress und keine Zeit - Symptome der modernen Gesellschaft. Wenn wir auf diese Art und Weise tanzen würden, wir wären innerhalb kürzester Zeit total erschöpft. So kann der Tanz uns lehren, dass aus Langsamkeit Kraft und Intensität erwächst. Aber wir lernen auch, wie wir bei hohem Tempo unsere Kräfte wahren und den Überblick behalten.
Zeiterfahrung, Zeiterleben und tänzerische Dynamik stehen im Vordergrund dieses Wochenendes.

4 Raum
Geradeaus oder kurvig? Gegenüber oder versetzt? Oben oder unten? Vorn oder hinten? Linksherum oder rechtsherum? Auseinander oder beieinander? Innen oder außen?
Der Raum wirft viele gestalterische Fragen auf. Die bewusste Wahrnehmung des Raums ordnet unsere Bewegungen und strukturiert die tänzerische Improvisation. Aus räumlich angelegten Improvisationen lernen wir thematisch zu verdichten. Daraus ergeben sich erste Ansätze zu wiederholbaren Tanzgestaltungen.

5 Kostüm und Requisit
Kleider machen Leute - Kleider machen Ideen! Mit Kostümen und verschiedenartigster Kleidung lassen wir uns zu neuen Bewegungsideen verführen.
Wir lernen, wie wir einen roten Faden während des Improvisierens spinnen können. Improvisationen verdichten sich so zu „Geschichten" und weiter zur gestalteten Improvisation.

6/7 Gestalten und Anleiten lernen
Weitere Improvisations- und Tanzideen werden vorgestellt. Wir lernen Improvisationen vorzubereiten und anzuleiten. Die Teilnehmer*innen können auf Wunsch (kein Muss!) eigene Unterrichtsentwürfe vorstellen und leiten sie in der Gruppe an.

Alle Seminare finden am Wochenende statt.
Auf Anfrage kann in unseren äumen mit Schlafsack und Isomatteübernachtet werden. Teeüche und Duschen sind vorhanden. Eine Liste mit einfachen bis komfortablen Unterkünften senden wir gern zu.

Finanzen

Die Fortbildung umfasst sieben Grundseminare und mindestens 5 Wahlseminare à 160,-/130,- Euro. In den Preisen nicht enthalten sind Verpflegung und Unterkunft.
Viele Arbeitgeber beteiligen sich an den Kosten der Fortbildung.